Homeoffice: Wie wir die Zeit in Quarantäne für uns nutzen können.

In den letzten Wochen hat sich unser gewohnter Alltag auf den Kopf gestellt. Für viele von uns heißt das nun das Büro zuhause einzurichten, die Kinder neben der Arbeit sinnvoll zu beschäftigen, und zu lernen, seine Freizeit neu zu gestalten. In diesen turbulenten und ungewohnten Zeiten fühlen wir uns innerlich gestresst und unruhig, da wir ungewiss in die Zukunft schauen und wir das Gefühl haben, den neuen Herausforderungen nicht gerecht zu werden. Doch jeder von uns ist in der Lage, sein Denken zu steuern und ganz bewusst seine Einstellung hin zum Positiven zu lenken.

Entsprechend können wir die neu hinzugewonnene Zeit stattdessen nutzen, um mehr in uns zu gehen, mehr in unsere eigene Gesundheit zu investieren, physische wie psychisch, einfach mal die Seele baumeln zu lassen oder auch neue Hobbys anzufangen, die man immer schon mal ausprobieren wollte, aber nie die Zeit gefunden hat. Schichtweg die Quarantäne-Zeit als Chance zu begreifen! Ganz nach dem Motto: „Wir können zwar den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel anders setzen.“ Im Nachfolgenden findest du ein paar Tipps und Tricks dafür.

 

Tipp 1: Morgendliche Routine

Starte mit einer morgendlichen Routine in den Tag. Dies kann von ein paar bewussten tiefen Atemzügen, über eine kleine Meditationseinheit bis hin zu einem kurzen Stretching- Programm reichen. Du wirst schon bald spüren, wie gut es sich anfühlt, und wie positiv sich diese kleine Routine auf deine Stimmung und Produktivität auswirkt. Nimm dir anfangs am besten nicht so viel vor, es reichen schon 5min- wichtiger ist, dass du es jeden Tag regelmäßig durchführst. Inspiration dafür findest du auch in meinem letzten Blogeintrag für eine kleine Mobility-Routine zusammengestellt- du kannst dich natürlich auch einfach aufrecht hinsetzen und deinen Atem nachspüren oder dir eine Meditations-App herunterladen, wenn du dabei lieber angeleitet werden möchtest. Die Möglichkeiten sind zahlreich… Es liegt also an dir, es einfach mal auszuprobieren.

 

Tipp 2: Die Arbeitsplatzgestaltung

Richte deinen Arbeitsplatz möglichst in einem lichtdurchfluteten Zimmer ein. Wenn dein Büro nur ein kleines Fenster hat oder es kein Tageslicht reinlässt, stelle dir doch zum Beispiel einfach ein Bügelbrett ins Wohnzimmer. Mit ein paar Unterlagen hast du somit schon einen Stehtisch. Ich persönlich liebe meinen so konstruierten Arbeitsplatz, da er mir die Möglichkeit gibt, mich immer mal wieder zwischendurch zu bewegen. Gerade meinem Rücken tut die Abwechslung vom Bürostuhl gut. Wenn ich dann nach 1- 2h Stunden genug gestanden habe, wechsle ich nach einer kurzen Mobility- Einheit ganz unkompliziert ins Büro. D

Denke daran, dass es sehr wichtig ist, dass wir unsere Position immer wieder verändern. Nur so ist sichergestellt, dass der Körper keine negativen Anpassungen vornimmt. Es gib demzufolge auch nicht die eine korrekte allgemeingültige Körperhaltung oder Sitzposition, vielmehr ist es wichtig, dass wir sie ständig wechseln.

Um deine ausreichende Flüssigkeitsversorgung sicherzustellen, stelle dir am besten immer eine Flasche Wasser auf den Tisch. Ich selbst liebe es das Glas Wasser mit einem Schuss Zitrone anzureichern. Dies sorgt nicht nur für ein bisschen Pepp, sondern versorgt uns nebenher auch mit dem wichtigen Vitamin C. Kennst du schon meine gesunde, selbstgemachte Limonade? Hier gibts das Rezept!
Auch lecker: Schneide dir einfach ein paar dünne Ingwerscheiben in dein Wasser, oder tune dein Wasser mit deiner Kräuterküche- auch hier sind die Möglichkeiten zahllos. 

 

Tipp 3: Bewegungspausen

Baue immer mal wieder- am besten jede Stunde- kleine Bewegungspausen ein. Dies können schon einfache Dehnungen sein, Schritte auf der Stelle oder noch besser ein Spaziergang an der frischen Luft. Letzteres bietet sich zum Beispiel in der Mittagspause gut an. Du fragst dich nun vielleicht, wie du bei all den Bewegungspausen dann deine Arbeit fertigbekommen sollst? Ich empfehle dir: probiere es einfach mal aus. Denn ich bin mir sicher, dass du auch hier deine Effizienz und Produktivität steigern wirst.

Demnach belegen Studien, dass nach einem 20-minütigen Spaziergang an der frischen Luft, deine Gehirnaktivität um ein Vielfaches gesteigert ist. Ergo wirst du in einer kürzeren Zeit das Gleiche, wenn nicht sogar mehr schaffen, als wenn du ununterbrochen am PC arbeitest. Des Weiteren schüttet der Körper nach Bewegung Endorphine aus, was uns in eine gute Stimmung versetzt, und dies trägt wiederum auch zur Produktivität und Kreativität bei.

Falls du Kinder zu Hause hast, binde sie doch am besten gleich mit in die Bewegungspausen ein – bei kleinen Kindern bieten sich einfache Bewegungsspiele, wie fangen spielen oder Spiegelbilder darstellen, an. Auch Ihnen wird die Abwechslung gut tun!

Jetzt bist du gefragt. Sei kreativ und überlege dir, was zu dir passt und probiere es einfach aus. Vielleicht entwickelt sich schon bald daraus eine Routine, die du auch nach der Quarantäne-Zeit, nicht mehr missen möchtest! Nutzen wir doch die Zeit, und passen unsere Segel den veränderten Bedingungen an. Wir alle haben die Fähigkeit dazu, wir müssen sie nur proaktiv nutzen.